Wie mir die Menstruationstasse neue Lebensqualität schenkte [User-Bericht]

Wie mir die Menstruationstasse neue Lebensqualität schenkte [User-Bericht]

Zwei Jahre ist es jetzt nun her, dass ich mir meine erste Menstruationstasse kaufte. In meinem vorherigen Beitrag, habe ich kurz umrissen was Menstruationstassen sind, wie sie sich von anderen Monatshygieneartikeln unterscheiden, wie es dazu kam das ich mir eine kaufte, und dir von meinen Startversuchen erzählt.

Heute möchte ich dir ein wenig mehr darüber berichten, wie die LATESSA Menstruationstasse mein Leben wirklich beeinflusst hat.

Ich kannte, wie Du wahrscheinlich auch, vor meiner ersten Tasse, nur Tampons und Binden, um meine Monatsblutung unter Kontrolle zu halten. Das es eine Alternative gibt, war mir lange nicht bewusst.

Nur durch meine Freundin wurde ich überhaupt erst auf die Alternative Menstruationstasse aufmerksam. Meine Freundin ist meine Stoffwindelberaterin, sie lebt und liebt Nachhaltigkeit ungefähr genauso wie ich, und während eines Gespräches über Stoffwindeln, sprach sie mich auf die Tasse an.

Wir sprachen lange und ausführlich über das Thema Periode, was wohl von den meisten Frauen nur hinter vorgehaltener Hand besprochen wird, wenn überhaupt.

Auch im Vorfeld für diesen Artikel, habe ich noch einmal mit ihr gesprochen, denn unsere Zeit mit Tasse ist schon so lang, dass ich dachte, wir sollten diese Jahre vielleicht noch einmal Revue passieren lassen. Hat uns der Wechsel zur Menstruationstasse wirklich etwas gebracht? Sind wir wirklich besser dran? Ist es gesünder, ökologischer, praktikabler für uns, als vorher mit Binden und Tampons?

Wir denken zurück – die kleinen Probleme des Alltags

Wir beide, also meine Freundin und ich, hatten vor der Menstruationstasse mit den unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen. Es schien fast so, als hätten uns sämtliche Probleme, die man während der Periode und mit Tampons und Binden haben kann, heimgesucht.?

Die kleinen Probleme des Alltags, die kennt fast jede Frau. Du sicher auch.

Das störende Bändchen des Tampons, der stinkende Mülleimer, die Binde die das Blut an den Oberschenkeln und im Intimbereich verteilt (weil sie einfach nicht schnell genug aufsaugt), kannten auch wir beide zu genüge.

Bei jedem Mal „Pipi machen“ sog sich das Rückholbändchen mit Urin voll, man musste es entweder mit Klopapier abtrocknen oder damit leben, dass es feucht in der Unterhose lag. Oh und bitte beim großen Geschäft darauf achten, dass eben dieses verdammte Bändchen nicht vom eigenen Stuhlgang getroffen oder beim abputzen irgendwie schmutzig wird.

Ein abgerissenes Rückholbändchen stand ganz oben auf meiner eigenen Liste des Horrorkabinetts Periode. Das ist mir nämlich nicht nur einmal passiert. Wir halten also fest: Der Faden des Tampons macht wirklich nur Probleme.

Aber damit nicht genug. Ständig der übervolle Mülleimer, der zudem auch noch einfach nur gestunken hat, machte diese eine Woche im Monat nicht unbedingt angenehmer. Man könnte natürlich auch sagen, gut ich verpacke jedes Tampon und jede Binde oder Slipeinlage einfach separat in eine kleine Mülltüte, aber bei dem Gedanken daran schreit meine innere Umweltaktivistin verdammt laut:

STOP!✋

Denn zu dem Müll den ich durch die Nutzung von den oben genannten Artikeln produziere, käme dann ja noch mehr dazu.

Unterwegs sein, während der Periode. Noch so ein Thema. Hält das Tampon oder die Binde durch? Oder muss ich auf eine der – nicht immer sehr sauberen – öffentlichen Toiletten und dort versuchen zu wechseln, am besten ohne zu viel dieser Örtlichkeiten anzufassen.

Denn es ist ja so: Du musst dort irgendwie dein Tampon entfernen, dir eines der – wenn sie denn mal vorhanden sind – Müllsäckchen nehmen, das benutzte Tampon, eventuell vorher noch in Klopapier gewickelt, dann dort reinpacken und dann samt Beutel in den Mülleimer werfen.

Und ich weiß nicht wie es Dir damit geht, aber ich finde öffentliche Toiletten meistens einfach nur als unhygienisch und ich möchte dort nichts anfassen, vor allem nicht den Mülleimer.

Und natürlich hielten meistens die Tampons nicht durch, oder die Binden liefen über, wenn man wieder ein recht starke Periode hatte. Der Gang zur öffentlichen Toilette war also unumgänglich und eigentlich vorprogrammiert.

Wie viele meiner Unterhosen, die ich mir während meiner Perioden versaut habe, davon fang ich jetzt erst mal gar nicht an. Denn ich hatte hinterher dann tatsächlich „Periodenhöschen“, also irgendwelche nullachtfünfzehn Unterhosen gekauft, die an Hässlichkeit nicht zu übertreffen waren, bei denen es mich aber nicht traurig machte, wenn ich sie versaute.

Die großen Probleme

Aber damit nicht genug. Zusätzlich zu den kleinen Problemen des Alltags, kamen über die Zeit neue – schwerwiegendere Probleme dazu.

Meine Freundin und ich litten beide seit dem Eintritt in die Pubertät unter ständig wiederkehrenden Blasenentzündungen, an Pilzerkrankungen und stetig zunehmender Scheidentrockenheit.

Das alles sind Erkrankungen, die sicherlich einige von uns schon mal heimgesucht haben. Kommt es selten vor, findet man sich damit irgendwie ab und denkt nach erfolgreicher Behandlung nicht mehr weiter darüber nach.

Wenn Du aber immer wieder davon heimgesucht wirst, dann raubt es dir jede Menge Lebensqualität.

Bei meiner Freundin war es schließlich so schlimm, dass in ihrer Scheide kaum mehr Laktobazillen vorhanden waren.

Laktobazillen gehören zu der Mikroflora des menschlichen Organismus. Sie werden auch als Milchsäurebakterien bezeichnet und kommen bei gesunden Menschen vorwiegend in der Mundhöhle, im Darm und in der Vagina vor.

Bei gesunden Frauen wird die Scheidenflora von Laktobazillen dominiert. Sie produzieren Milchsäure und gedeihen in einem sauren Milieu. Ist die Scheidenflora intakt bewirken sie mittels Laktatbildung gemeinsam mit anderen säure bildenden Mikroorganismen einen niedrigen pH-Wert von 3,8-4,5. Dadurch erschweren sie die Vermehrung schädlicher Bakterien und schützen die Scheide vor Keimen.

Nicht so bei bei meiner Freundin, Sie selbst sagt:
„Ich habe mir komplett das Milieu da unten zerstört. So sehr, dass ich es wieder aufbauen musste. Da waren einfach so gar keine Laktobazillen mehr in meiner Flora, die da eigentlich hätten sein müssen und einen sauren pH-Wert hätten schaffen sollen.“

Sie litt deswegen unter bakterieller Vaginose. Die bakterielle Vaginose stellt ein Ungleichgewicht zwischen den Laktobazillen und krankmachenden Bakterien in der Scheidenflora dar. Die Folgen sind unter anderem Juckreiz und Ausfluss der sehr unangenehm riecht.

Meine Freundin musste also deswegen ihre Scheidenflora monatelang medikamentös wieder neu aufbauen. Auch ich war ein Mal von einer Vaginose betroffen, und ich kann dir nur sagen: Das ist echt kein Spaziergang!

Wenn dann alle Probleme in regelmäßigen Abständen wiederkehren, dann raubt es dir, wie bereits erwähnt, jede Menge Freude und Lust am Leben, als auch reichlich an Energie. Wenn du ständig von Scheidenpilzen, Blasenentzündungen oder auch Vaginosen betroffen bist, dann leidet ganz einfach dein Alltag. Was natürlich auch so Dinge wie zum Beispiel dein Sexualleben massiv beeinträchtigt.

Ich kenne diese Schwierigkeiten genauso wie meine Freundin sagt: „Wir konnten auch keinen normalen Sex mehr haben. Hinterher musste ich ständig sofort duschen, „pinkeln“, Creme drauf machen, damit da alles vom pH-Wert normal bleibt.“

Man könnte sagen, Tampons und Binden haben damit nichts zu tun. Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dies ein Irrtum ist.

Tampons trocknen deine Scheide aus. Das begünstigt die Ansammlung von Bakterien und Keimen. Die Folge sind die oben genannten Probleme.

Der Wechsel zur Menstruationstasse

Der Wechsel zur LATESSA Menstruationstasse brachte schließlich tatsächlich die Wendung. Und zwar in sämtlichen Punkten. Meine Freundin und ich sind Menschen, die nicht nur auf ihren eigenen Körper, sondern auch stark auf ihre Umwelt achten. Das wir mit dem Wechsel zur Nachhaltigkeit beitragen, war nur ein Punkt auf der langen Liste, der uns wichtig war.

Die Menstasse ist wiederverwendbar und so vermeidet man während seiner Periode jede Menge Müll. Denn ja, wenn man darüber nachdenkt, dann verursachen wir Frauen über die Jahre unglaublich viel Müll, der eigentlich ganz leicht vermieden werden könnte.

Gesundheit geht vor

In einem weiteren Punkt sind meine Freundin und ich uns auch einig. Wir sind gesünder geworden. Seit wir beide unsere Tassen nutzen, haben wir übereinstimmende – positive – Veränderungen an und in unserem Körper wahrgenommen.

Wir haben seit dem keine Probleme mehr mit irgendwelchen Pilzgeschichten, Vaginosen oder Scheidentrockenheit, die offensichtlich eine Folge der Verwendung von Tampons waren.

Apropos Tampons: Ich habe aufgrund meiner Scheidentrockenheit eine ganze Weile die Tampons mit den Flügeln gekauft, die „tollen“ mit der seidenweichen Oberfläche. Was soll ich sagen, diese tollen Flügel bestehen aus Kunststofffäden, die dein Scheidenmilieu nachdem es durch die stinknormalen Tampons schon gelitten hat, noch einmal zusätzlich reizen.

Wenn es nicht so traurig wäre, müsste ich zu dieser Marketingstrategie gratulieren, denn man zerstört sich erst selbst das Scheidenmilieu, um dann ein anderes Produkt zu kaufen, das besser „flutscht“, es aber auf keinen Fall besser macht.

Auf die ganzen Chemikalien in und an Tampons und Binden, bin ich ja bereits im letzten Artikel eingegangen.

Das Problem habe ich mit einer Tasse nicht. Denn ich weiß aus welchem Material sie besteht und das ich mir damit keine lästige Chemie in den Intimbereich stecke.

Steigerung der Lebensqualität

Wir sind außerdem sehr viel flexibler geworden und haben einiges an Lebensqualität zurück gewonnen.

Meine Freundin und ich haben beide Kinder. Kinder wollen beschäftigt werden. Sie wollen Spaß haben. Und wir, wir wollen ihnen genau das bieten, wollen Schwimmen gehen, durch die Gegend turnen, um die Wette rennen. Während unserer Periode, mit Tampon oder Binde im Schritt, für mich selbst, fast undenkbar. Vieles – vor allem Schwimmen und Sport – ist einfach und schlicht nicht möglich.

Ständig stört oder reibt irgendwas. Als ich meine Freundin dazu befragte, sagte sie:

„Ich bin so viel flexibler geworden. Die Tasse hat ein größeres Volumen, ich muss nicht ständig zur Toilette rennen und wechseln, und trotzdem geht nichts daneben. Nirgendwo hängt ein nerviger Faden, der sich auch mal unangenehm irgendwo einklemmt und dann zum Beispiel bei Fahrradtouren alles wund scheuert.“

Für mich selbst ist ein enormer Pluspunkt, das ich endlich wieder schwimmen gehen kann. Ich bin eine echte Wasserratte, aber war immer dann eingeschränkt, wenn ich meine Periode hatte. Genau dann wollten meine Jungs aber natürlich schwimmen gehen. Und ich saß dann am Beckenrand oder stellte mir dauernd irgendwelche Fragen oder kontrollierte meinen Bikini. Baumelt der Faden aus dem Bikini? Blute ich das Becken voll?

Das ist doch Mist!

An all das muss ich seit dem Wechsel zur Menstasse nicht mehr denken. Ich setze sie ein und habe Ruhe.

Man muss außerdem nicht daran denken, dass man genügend Tampons oder Binden in der Handtasche dabei hat, denn eine Menstruationstasse kann bis zu zwölf Stunden in der Scheide verbleiben.

Das heißt, wenn ich sie mir morgens einsetze, brauche ich sie erst nachmittags oder abends, je nach Stärke meiner Blutung, wieder zu entleeren. Und selbst wenn ich das unterwegs einmal machen muss, was bisher nicht vorkam, dann ist das schnell erledigt.

Ich hole sie auf einem öffentlichen WC heraus, entleere sie in die Toilette und spüle sie mit etwas Wasser aus einer kleinen Flasche, die ich immer für diesen Zweck dabei habe aus. Oder ich wische sie ganz einfach kurz mit einem Taschentuch oder Stück Toilettenpapier aus, bevor ich sie wieder einsetze.

Das geht deutlich schneller, als das eingangs erwähnte Wechseln eines Tampons. Und es ist zudem auch deutlich hygienischer. Taschentücher und eine kleine Flasche Wasser habe ich zu diesem Zweck auch immer dabei.

Man muss nach dem Umstieg auf eine Menstruationstasse auch nicht daran denken, Binden oder Tampons nach zu kaufen.

Es gibt keinen nervigen Müll und keinen Mülleimer im Badezimmer, der sehr unangenehm riecht. Und obendrein habe ich noch ein Menge an Geld gespart.

Weniger Schmerzen und eine kürzere Periode

Bei mir selbst hat der Wechsel zur LATESSA auch dazu geführt, dass ich weniger Regelschmerzen habe. Das Menstruationsblut wird durch den Unterdruck der Tasse leichter abtransportiert und meine Periode ist seitdem ich die Tasse nutze außerdem sogar deutlich kürzer.?

Ein Umdenken und Umstieg lohnt sich

Wenn ich alle meine Erinnerungen an meine Zeit vor der Menstruationstasse zusammen fasse, kann ich nur sagen:

Ein Umdenken und der Umstieg haben sich sowas von gelohnt! Nicht nur, dass ich weniger Müll verbrauche, Geld spare und weniger Probleme im Alltag während meiner Periode habe. Nein, ich bin auch entspannter, flexibler und selbstsicherer geworden.?

Das liegt auch mit daran, dass ich meine Menstruationstasse nicht spüre. Das sie mich bei keiner Aktivität behindert oder beeinträchtigt. Ich setze sie ein und habe dann bis zu zwölf Stunden Ruhe. Ich kann schwimmen gehen, Sport treiben und in die Sauna. Alles Dinge, die ich vorher nur sehr eingeschränkt getan habe.

Und das alles bedeutet für mich Freiheit!

Als Fazit möchte ich mit einem Kommentar von meiner lieben Freundin abschließen, der all das, was ich geschrieben habe, wirklich gut zusammenfasst und dem nichts mehr hinzuzufügen ist:

„Du weißt, du hast ein Problem. Alle vier Wochen. Und du hast diese eine echt super zuverlässige Lösung! Du hast dieses  Bio-Baumwollsäckchen mit deiner LATESSA in der Schublade oder in der Handtasche liegen und weißt, da ist dieser wundervolle, kleine Lebens- und Alltagshelfer für dich bereit, was mir ein unglaublich sicheres Gefühl gibt, was ich einfach nur mega geil findel!“

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